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Patricia Petibon

Soprano.

Foto: Patricia Petibon © Felix Broede / DG
Foto: © Felix Broede / Deutsche Grammophon

» Es ist einfach unmöglich, Patricia Petibon zu hören, ohne dass es einem den Atem verschlägt vor Bewunderung für ihre Vielseitigkeit, Flexibilität, Musikalität, Virtuosität und ihr überwältigendes Charisma . . . Petibon besitzt die Fähigkeit, sich die Musik so sehr zu eigen zu machen, dass sie deren Alter mit einem einzigen unübertrefflichen Seufzer oder einer Färbung ihrer Stimme vergessen macht ... «
International Record Review, London, Mai 2010 (Rezension der CD Rosso)

Nach dem Abschluss ihres Studiums der Musikwissenschaft absolvierte Patricia Petibon 1995 ihre Gesangsausbildung am Conservatoire National Supérieur de Musique (CNSM) bei Rachel Yakar mit dem ersten Preis. Von William Christie entdeckt, arbeitet sie seither regelmäßig mit Les Arts Florissants zusammen; Engagements führten die junge Sängerin unter seiner Stabführung u.a. nach Aix-en-Provence, ans Teatro alla Scala, ans Teatro Colón sowie an die Londoner Wigmore Hall.

Einem breiten Publikum wurde Patricia Petibon durch ihr erfolgreiches Debüt am Pariser Palais Garnier mit Rameaus HIPPOLYTE ET ARICIE bekannt, als sie im Herbst 1996 die Aufmerksamkeit von Presse und Publikum auf sich zog. Mit Auftritten als Blondchen/DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, Zerbinetta/ARIADNE AUF NAXOS, Norina/DON PASQUALE, Olympia/LES CONTES D´HOFFMANN, Serpetta/LA FINTA GIARDINIERA, in der Titelrolle von LAKMÉ, als Ophélie/HAMLET und Sophie/DER ROSENKAVALIER, Susanna/LE NOZZE DI FIGARO war sie daraufhin an Häusern wie der Deutschen Oper am Rhein, der Opéra de Nancy, der Opéra de Lyon, am Théâtre de Capitôle de Toulouse und in Strasbourg zu hören. Debüts an der Opéra Bastille als Poussette/MANON, der Zürcher Oper als Blondchen sowie an der Wiener Staatsoper als Olympia, wo sie in späterer Folge auch als Sophie zu hören war, folgten.

Mit Werken des Barock war Patricia Petibon neben Engagements mit William Christie auch an der Pariser Opéra in Rameaus LES INDES GALANTES/Phani & Zima und unter der musikalischen Leitung von Marc Minkowski in ARIODANTE/Dalinda, zur Neueröffnung des Théâtre du Châtelet in Glucks ORPHÉE ET EURYDICE unter John Eliot Gardiner sowie in ARIODANTE/Ginevra am Grand Théâtre de Genève zu erleben. Einen besonderen Erfolg feierte die Künstlerin als Giunia/LUCIO SILLA im Theater an der Wien unter Nikolaus Harnoncourt, mit dem sie wiederholt zusammen arbeitete. Unter seiner Leitung war sie in Mozarts DER SCHAUSPIELDIREKTOR/Mademoiselle Silberklang bei der Mozartwoche Salzburg und im Wiener Musikverein zu hören, trat in Haydns ORLANDO PALADINO bei der styriarte in Graz sowie in Mozarts SCHULDIGKEIT DES ERSTEN GEBOTS im Theater an der Wien auf und wirkte an einer Einspielung von Haydns ARMIDA mit.

Jüngste Höhepunkte beinhalten Despina/COSÌ FAN TUTTE bei den Salzburger Festspielen, ihr Rollendebüt als Lulu in Genf, bei den Salzburger Festspielen und im Liceu in Barcelona (auch auf DVD bei DGG erschienen). Außerdem stand Patricia Petibon mit LES DIALOGUES DES CARMÉLITES/Blanche im Theater an der Wien und mit MITRIDATE/Aspasia unter Ivor Bolton an der Bayerischen Staatsoper in München auf der Bühne.

Auf der Liedbühne fühlt sich Patricia Petibon gleichermaßen Zuhause und tritt regelmäßig in Paris, im Wiener Musikverein und Konzerthaus, bei den Salzburger Festspielen, in Graz, Genf, Aix-en-Provence, Straßburg, Luxemburg, Barcelona, Madrid und Bilbao auf.

Zu den Engagements der Saison 2011/12 zählen Konzerte mit ihrem Spanischen Programm unter Josep Pons sowohl mit dem Orquesta Nacional de España in Madrid als auch mit dem Orchestre National du Capitôle de Toulouse in Toulouse und Paris. Außerdem trat sie mit dem Venice Baroque Orchestra und ihrem "Rosso"-Programm in Lissabon, Lyon und Besançon auf, sowie in Poulencs GLORIA mit dem Orchestre de Paris unter James Conlon und in Faurés REQUIEM mit dem Orchestre National de Lyon unter Josep Pons. Auf der Opernbühne war die Künstlerin in ihrem Rollendebüt als Donna Anna/DON GIOVANNI mit großem Erfolg an der Opéra Bastille in Paris zu erleben. Zuletzt feierte sie einen großen Erfolg als Susanna/LE NOZZE DI FIGARO beim Festival in Aix-en-Provence.

Zukünftige Projekte beinhalten ihr Rollendebüt als Gilda in einer Neuproduktion von RIGOLETTO in München. Des Weiteren wird sie als Giunia/LUCIO SILLA in Barcelona zu erleben sein. Höhepunkte auf der Konzertbühne warten mit einem Barock-Programm mit dem Ensemble Amarillis in Ambronay, ihrem Spanischen Programm mit dem Orquesta Nacional de España unter Josep Pons in Madrid und Wien, sowie Ravels SHÉHÉRAZADE in Paris auf sie; außerdem folgen Konzerte in Genf und Versailles mit ihrem neuen Barock- Programm "Nouveau Monde" mit La Cetra, Brittens LES ILLUMINATIONS unter Ivor Bolton in München, Mozart Arien mit Andrea Marcon in Kopenhagen, LES MARTYRES SELON ST. SEBASTIEN mit Alain Altinoglu im Wiener Musikverein sowie Liederabende in Graz, Wien, Bilbao und Barcelona.

Die Diskografie der Künstlerin umfasst mittlerweile Titel wie "Les Fantaisies De Patricia Petibon" mit einem vielfältigen Streifzug durch ihr Repertoire, "French Touch" mit französischen Arien, ein Solo-Album mit französischen Barock-Arien, ORLANDO PALADINO mit Nikolaus Harnoncourt sowie LA PASSIONE DI GESÙ mit Fabio Biondi. Außerdem hat sie an Aufnahmen von Händel-Duetten mit Emmanuelle Haïm, WERTHER und DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL mitgewirkt. Seit Beginn der Saison 2007/08 hat Patricia Petibon einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon. Die Veröffentlichung ihres ersten Albums mit Arien von Gluck, Mozart und Haydn mit Concerto Köln und Daniel Harding Ende Oktober 2008 wurde von Publikum und Presse mit großen Erfolg aufgenommen. Auf ihrer Aufnahme "Rosso", die im April 2010 erschienen ist, spielte Patricia Petibon Italienische Barockarien ein. Im Oktober 2011 erschien ihr jüngstes Album "Melancolia" mit spanischem Repertoire, das sie gemeinsam mit dem Orquesta nacional de Espagña unter Josep Pons aufgenommen hat. Ihre neue Platte mit dem Titel "Nouveau Monde" mit Barock-Arien und Liedern, das sie gemeinsam mit La Cetra und Andrea Marcon aufgenommen hat, erschien im Oktober 2012.


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