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Kent Nagano.
Dirigent
Kent Nagano trat im September 2006 seine Position als Bayerischer Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper an. Nach Benjamin Brittens Billy Budd im Januar 2005 dirigierte er im Oktober 2006 mit der Uraufführung von Rihms Das Gehege sowie Strauss Salome die erste Premiere in seiner neuen Funktion. In dieser Spielzeit übernimmt Kent Nagano an der Bayerischen Staatsoper, neben einer Vielzahl an Konzerten, als Neuproduktionen die musikalische Leitung von Mussorgsky Chowanschtschina sowie, während der Münchner Opernfestspiele, der Uraufführung von Alice in Wonderland, eine Oper der koreanischen Komponistin Unsuk Chin.

Unter seiner Leitung setzt die Bayerische Staatsoper auch in den Bereichen Nachwuchsförderung und Education neue Akzente. Ein Beispiel dieses Engagements ist das neu gegründete Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Für die Mitglieder des Opernstudios und der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters wurde ein konzertantes Werk in Auftrag gegeben, das unter der Leitung von Kent Nagano im Juli 2007 uraufgeführt wird. Ebenfalls seit September 2006 ist er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal an. Hier initiierte er den internationalen Kompositionswettbewerb "OSM International Composition Prize", dessen erstes Finale im Januar 2007 statt fand. Seinen Durchbruch feierte der gebürtige Kalifornier Kent Nagano 1984, als Messiaen ihn bei der Uraufführung seiner Oper Saint Francois d’ Assise als Assistenten Seiji Ozawas ernannte. Daraufhin wurde er Music Director der Opéra National de Lyon von 1988 bis 1998, wo er u.a. die Oper Drei Schwestern von Peter Eötvös zur Uraufführung brachte.

Von 1991 bis 2000 war Nagano Music Director des Hallé Orchestra und von 1990 bis 1998 Associate Principal Guest Conductor des London Symphony Orchestra. Zu Uraufführungen, die er dirigiert hat, gehören u.a. Adams’ The Death of Klinghoffer und El Niño sowie Bernsteins White House Cantata. Seine Uraufführung von Kaija Saariahos Oper L’amour de Loin bei den Salzburger Festspielen 2000 war ein weiterer großer Erfolg.

Kent Nagano war von 2000 bis 2006 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Sie führten u.a. Schönbergs Moses und Aron auf und gastierten bei den Salzburger Festspielen sowie beim Festspielhaus Baden-Baden. Als Ausdruck der Verbundenheit ernannte das Orchester seinen scheidenden Chefdirigenten zum Ehrendirigenten. 2003 wurde Nagano zum ersten Music Director der Los Angeles Opera ernannt, nachdem er bereits zwei Jahre lang Principal Conductor der Oper gewesen war. Zu Produktionen an anderen Opernhäusern gehörten in den letzten Saisons u.a. Schostakowitschs Die Nase und Puccinis Turandot an der Deutschen Staatsoper Berlin, Rimsky-Korsakoffs Der Goldene Hahn im Châtelet in Paris, Dialog der Karmeliterinnen an der Opéra National de Paris und Hindemiths Cardillac an der Opéra National de Paris.

Dirigate an der Bayerischen Staatsoper:
Giulio Cesare, Xerxes, L’incoronazione di Poppea, Don Giovanni, La clemenza di Tito, L’Orfeo, Ariodante, Le nozze di Figaro, Il ritorno d'Ulisse in patria, Rinaldo, The Rake's Progress, Orphée et Eurydice, Cosî fan tutte, La Calisto sowie Konzerte.
Kent Nagano, Foto: © Hösl
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